Induktionslampe

Eine Induktionslampe ist eine besondere Leuchtstofflampe oder auch Leuchtröhre, die keine Elektroden besitzt.

Die Niederdruck-Gasentladung im Inneren wird nicht wie bei konventionellen Leuchtstoffröhren über Elektroden gespeist, sondern durch induktive Kopplung aufrechterhalten. Das Entladungsgefäß bildet hierzu die Sekundärwicklung eines Transformators. Die Wicklungen dieser Anregungsspulen werden mit einem speziellen Vorschaltgerät (besser: Betriebsgerät) mit einer hochfrequenten Wechselspannung gespeist, die dieses aus der Netzspannung oder auch aus einer Gleichspannung (z. B. bei Notbeleuchtungen) erzeugt.

Die Arbeitsfrequenz ist im Gegensatz zur Anregung mit Mikrowellen (z. B. Schwefellampe) mit ca. 250 kHz relativ niedrig. Daher und aufgrund des meist symmetrischen Aufbaues ist ein geringerer Abschirmaufwand gegen Störemissionen als bei jenen erforderlich. Kompakte Induktionslampen mit Arbeitsfrequenzen um 2,65 MHz besitzen auf ihrer Außenhülle eine dünne, elektrisch leitfähige Schicht, um die Störabstrahlung gering zu halten.

Bauformen

Offene Bauform

Die speisende Wicklung bei dieser Bauform besteht aus zwei schmalen um die in sich geschlossene Röhre gelegten, bewickelten Ringkernen. Der Grundaufbau ähnelt dem eines Tokamak. Das Entladungsgefäß hat die Gestalt einer in sich geschlossenen Leuchtstofflampe mit zwei parallelen Rohren. Die Länge einer 150-Watt-Einheit beträgt etwa 500 mm.

Die Vorteile dieser Induktionslampen gegenüber Leuchtstofflampen sind[1]

* extrem lange Lebensdauer (noch mindestens 60 % Lichtstärke nach 60.000 Betriebsstunden),

* flackerfreier Sofortstart,

* schaltfest,

* (meist) frei von Quecksilber,

* hoher Lichtstrom über einen breiteren Temperaturbereich (Amalgam als Quecksilberreservoir),

* niedrigere mögliche Zündtemperatur (bei geeigneten Vorschaltgeräten bis -40 °C) und

* hohe Lichtausbeute bis 120 lm/W[2].

 

Nachteile dieser Induktionslampen sind</ib>

* spezielle Leuchte mit Betriebsgerät erforderlich bzw. keinen zu anderen Leuchtmitteln kompatibler Sockel,

* nur Lampen mit höherer Leistung verfügbar und

* der hohe bis sehr hohe Anschaffungspreis.

Induktionslampen werden daher in Bereichen eingesetzt, in denen eine hohe Zuverlässigkeit erforderlich ist und der Lampenwechsel einen sehr hohen Aufwand erfordert bzw. unmöglich ist.

Induktionslampen sind ähnlich wie Leuchtstofflampen durch Wahl der Leuchtstoffe in verschiedenen Farbtemperaturen und Farbwiedergabeindizes erhältlich.

Kompakte Bauform

Die induktive Anregung erfolgt bei diesen Lampen z. B. durch eine zylinderförmige Spule in der Mitte des Entladungsgefäßes. Vermehrt gibt es auch induktiv angeregte ?Energiesparlampen?, d. h. Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät. Beispiele dafür sind die Genura von General Electric und Dulux EL Concentra von Osram.

 

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