Halogenmetalldampflampe - Typen und Bauarten

Das Herzstück der Halogen-Metalldampflampe ist das Entladungsgefäß (Brennerrohr, discharge tube) mit den beiden gegenüberliegenden Elektroden. Es ist oft in einen evakuierten Hüllkolben (bulb) eingesetzt, der dem Schutz und der Wärmeisolation dient und die beiden Elektrodenanschlüsse nach außen zum Sockel führt. Es gibt einseitig und zweiseitig gesockelte Typen, die sich vor allem in der Leistung unterscheiden.

Gebräuchliche Sockel:

* G8,5 (Quetschsockel bzw. Stiftsockel, siehe Bild) mit 20 bis 70 W

* G12 (Keramiksockel) mit 20 bis 150 W

* G22 (Keramiksockel) mit 250 und 400 W

* RX7S (beidseitige Keramiksockel) mit 70 bis 250 W

* FC2 (beidseitige Keramiksockel) mit 250 bis 400 W

* E27 (Schraubsockel) mit 35 bis 150 W

* E40 (Schraubsockel) mit 250 bis 3500 W

im professionellen Bereich (Film, TV, Theater, etc.) haben sich folgende Sockelformen und Leistungen etabliert:

* GX9,5 oder GY9,5 (Keramiksockel) mit 125 bis 400 W

* G22 (Keramiksockel) mit 575 bis 1200 W

* PG47 (Keramiksockel) mit 250 bis 1500 W

* G(X)38 (Keramiksockel) mit 1200 bis 12000 W

* G(X)52 (Keramiksockel) mit 18000 W als Neuentwicklung; gewöhnlich werden in dieser Leistungsklasse jedoch meist zweiseitig gesockelte Lampen verwandt.

400 W Halogen-Metalldampflampe mit E40-Sockel im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühlampe

Ferner wird zwischen Quarz- und Keramiktechnologie, herstellerspezifischen Brennerarten sowie Farbwiedergabeindex und Farbtemperatur unterschieden. Quarz-Entladungsgefäße sind meist aus einem Quarzrohrstück geformt, haben also die Form eines Rohres mit zugequetschten Enden mit seitlichem Pumpstengel, durch den das Gefäß evakuiert wird. Diese alte Technik hat allerdings fertigungsbedingt hohe Volumenschwankungen, was zu hohen Leistungs-, Lichtstrom- und Farbstreuungen führt. Tipless geformte ellipsoide Quarzbrenner (von Venture und Sylvania) erreichen höhere Volumenkonstanz und damit Farb- und Lichtstromkonstanz und erreichen entweder sehr hohe Lichtausbeute (bis 110 lm/W bei Farbwiedergabe 65) oder hohe Farbwiedergabe von 85 bis 90 bei 80 lm/W. Keramische Entladungsgefäße (Ceramic Metal Halide Lamps) haben sich seit 1993 zunehmend durchgesetzt, sie erlauben wesentlich höhere Innentemperaturen und -Drücke und damit ein kontinuierliches Spektrum mit zugleich sehr guter Farbwiedergabe über 90 und sehr hervorragender Lichtausbeute über 100 lm/W. Die neue Generation dieser Lampen stellt damit die Spitze der Lampentechnik mit 35, 70, 150, 250 und 400 W dar. Sie heißen CHM von General Electric, CDM von Philips, HCI-Power Ball von Osram, CeraArc von Iwasaki, C-HIT von Ushio-BLV. Der Brenner oder das Entladungsgefäß der CDM-Lampen ist zylindrisch (siehe Bild), die CMH sind innen an den Enden doppelwandig, die HCI Power Ball fast kugelförmig elliptisch und die der CeraArc elliptisch um den Lichtbogen herum. (z. B. die Powerball von Osram oder die CDM-T 250 W von Philips).

Zweiseitige Lampen sind meist heißzündfähig (siehe unten) ebenso wie viele mit G22 und anderen großen Sockeln, alle mit (Edison-)Schraubsockel und die kleinen einseitig gesockelten Lampen aufgrund der zu geringen Abstände der Anschlüsse nicht.

Für besonders hohen Farbwiedergabeindex (bis 95, für Film und Fernsehen) wurde von Osram die sogenannte HMI-Lampe eingeführt (andere Hersteller: MSI oder RSI). HMI steht für Hydrargyrum medium-arc iodide, also für Quecksilber + mittlere Bogenlänge + Jod, sowie oft als Synonym für tageslichtähnliches Scheinwerferlicht.

Die meisten Halogen-Metalldampflampen sind für den Betrieb in geschlossenen Leuchten vorgesehen: da das Entladungsgefäß unter hohem Druck steht, muss verhindert werden, dass im Falle des Berstens Scherben umherfliegen. Dafür gibt es zunehmend Metalldampflampen mit Berstschutzzylinder (shroud) aus Quarz um das Entladungsgefäß für den Betrieb in offenen Leuchten, sie ersparen eine Schutzscheibe. Halogenmetalldampflampen mit Quarzbrenner ohne Kolben oder mit Quarzkolben geben hohe Anteile an UV-Strahlung ab. Deswegen ist insbesondere bei HQI -TS ab 400 W und allen Typen ohne Schutzglaskolben eine zusätzliche, Ultraviolett absorbierende Glasscheibe erforderlich.

 

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Quellenangabe

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Halogenmetalldampflampe" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der "GNU - Lizenz" für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Autorenliste verfügbar.