Leuchtdiode / LED - Einsatzbereiche

Nachdem die LED lange Zeit aufgrund geringer Lichtausbeute und fehlender Verfügbarkeit aller Lichtfarben hauptsächlich als Anzeigelampe in Siebensegment- und Punktmatrixanzeigen eingesetzt wurde, erschließen sich nun weitere Einsatzbereiche unter anderem auch in der Beleuchtungstechnik. Einige Einsatzbereiche sind:

* Statusanzeigen, beispielsweise Betriebsbereitschaft bei Geräten aller Art.

* Leuchtmittel, um Glühlampen oder Halogenlampen zu ersetzen, auch in kompatibel gesockelter Ausführung (siehe Bilder unten).

* Infrarot-LED als Feldbeleuchtung für Nachtsichtgeräte und infrarotempfindliche Kameras.

* Sender in Fernbedienungen der Unterhaltungselektronik. Hier werden immer Infrarot-LEDs eingesetzt, da ihr Licht für das menschliche Auge unsichtbar ist und somit ohne Beeinträchtigungen des Wohlbefindens sehr große Helligkeiten möglich sind, was die Reichweite der Fernbedienung erhöht.

* In Lichtschranken werden fast immer Infrarot-LEDs eingesetzt, da ihr Licht für den Menschen unsichtbar ist. Gleichzeitig kann durch Modulation des Lichtsignals mit einfachen Mitteln eine hohe Störsicherheit gewährleistet werden.

* In Optokopplern. Auch hier werden meist Infrarot-LEDs verwendet, da ihre Flussspannung niedriger ist als die anderer LEDs, was die Ansteuerung vereinfachen kann.

* Bei der Datenübertragung, sowohl analog zum Beispiel bei der Lichttonübertragung als auch digital, auch mittels Lichtwellenleitern.

* Laufschriftanzeigen zur Informationsübermittlung in der Öffentlichkeit, aktive Verkehrszeichen im Straßenverkehr.

* LED-Bündel in Verkehrsampeln (statt gewöhnlicher Glühlampen mit Farbfiltern). Hier machen sich neben der längeren Lebensdauer auch die schnellere Ansprechzeit gegenüber Glühlampen und der größere Kontrast bei Sonnenlicht bemerkbar. Hauptgrund für den Einsatz farbiger LEDs in Verkehrsampeln ist jedoch die größere Wirtschaftlichkeit, die durch den gegenüber farbgefilterten Glühlampen erheblich höheren Wirkungsgrad (Energieeinsparung) und die Wartungsfreiheit zustande kommt.

* Siebensegmentanzeigen an Taschenrechnern und Messgeräten (dort inzwischen weitgehend abgelöst durch Flüssigkristallanzeigen).

* Rote und gelbe LEDs für Anzeigen in Bereichen, wo die Dunkeladaptation des Auges nicht beeinträchtigt werden darf (Flugzeug-Cockpits, Schiffsbrücken, Sternwarten, im nächtlichen Geländeeinsatz (Militär oder Tierbeobachtung)).

* Mobile Beleuchtung wie Taschenlampen, Fahrradbeleuchtung, Stirnlampen, zunehmend auch im Automobilbereich (seit 2007 auch als Frontscheinwerfer).

* Teil von Bewegungs- und Abstandssensoren, beispielsweise bei der optischen Computermaus, für Lichtschranken und in triangulatorischen optischen Abstandssensoren.

* Belichtung der Tonerwalze bei LED-Druckern.

* Bildschirmhinterleuchtung (Mobiltelefone, kleine Bildschirme, Messgeräte).

* Beleuchtung (hohe Lebensdauer und Effizienz, geringe Wärmeentwicklung).

* Befeuerung.

* RGB-Effektbeleuchtung mit änderbaren Lichtfarben

* Im Medizinbereich (unter anderem Ultraviolett-LED zum Polymerisieren von Kunststoffen in der Zahntechnik, Beleuchtung).

* Spannungsreferenz (statt Z-Dioden). Die LED wird dabei in Flussrichtung betrieben.

* Scharfstellhilfe für den Autofokus in kompakten Kameras.

* Blitzleuchte anstelle von Elektronenblitzgeräten bei Digitalkameras und Foto-Handys.

* In tageslichtfähigen Großbildschirmen, wobei jedes RGB-Tripel aus drei LEDs geformt wird.

* Fassadenbeleuchtung von Gebäuden, Lichtkunst am Bau.

* Hinterleuchtung von TFT-Flachbildschirmen für Profi-Grafikanwendungen. Voraussetzung für die Darstellung eines Farbraums von mehr als 100 % ANSI ist die Verwendung eines RGB-Tripels, das bei besonders hohen Anforderungen durch weitere LED-Farben beispielsweise im Grünen ergänzt wird.

* Museumsbeleuchtung, da keine UV- oder IR-Strahlung vorhanden ist, die Exponate schädigen würde.

 

LEDs werden auch kombiniert mit Vorwiderstand oder einer Blink-Elektronik im üblichen 5-mm-Gehäuse angeboten. Diese zu Meldezwecken konzipierten LEDs können ohne Vorwiderstand an den spezifizierten Spannungen (oft 12 oder 24 Volt) betrieben werden. Es gibt sie auch mit für kleine Glühlampen üblichen Sockeln (Ba9s) als langlebiger, erschütterungsresistenter Ersatz für Glühlampen in Anzeigen.

 

 

Requiem für die Glühbirne!

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Quellenangabe

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Leuchtdiode" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der "GNU - Lizenz" für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Autorenliste verfügbar.