Wird die Energiesparlampe früher oder später verboten?
Seit der Entstehung der Energiesparlampe ist man sich des giftigen Potenzials dieses Leuchtstoffmittels bewusst, da zur Herstellung dieser Lampe Quecksilber benötigt wird. Dies birgt schon auf den ersten Blick zwei Gefahrenkomponenten. Erstens muss man sich fragen, welche gesundheitliche Gefahren es beinhaltet, falls eine Energiesparlampe zerbricht (Quecksilberdämpfe), zweitens muss man darüber nachdenken, wie sie letztendlich entsorgt werden soll, um das Umweltverschmutzungsrisiko so klein wie möglich zu halten. Dass auch die Herstellung an sich Gefahren birgt, soll an dieser Stelle nicht der zu bedenkende Punkt sein, selbst wenn dieser auch ein Kriterium für das Für und Wider bei der Diskussion darstellt, zumindest wird es in der öffentlichen Diskussion nicht zur Sprache gebracht.
Also, wie eben erläutert kennt man diese Gefahren eben nicht erst seit heute, sondern die Gesetzgeber waren sich beim Verbot der Glühbirne und der meinungsmachenden Lobhudelei durch die Medien (durch die Lobby der Herstellerfirmen) damals schon sehr wohl bewusst, welch ein Problempotenzial entstehen wird. Nun werden die Stimmen immer lauter, auch die Energiesparlampe aus dem Verkehr zu ziehen. Und da schon die Nachfolgerleutstoffmittel in den Startlöchern bereit steht (LED-Lampen z.B.), dürfte es den Gesetzgebern auch nicht schwer fallen, ein Verbot der Energiesparlampen mit vernünftiger Argumentation durchzusetzen.
Hier ist nun aber die Frage erlaubt, ob man nicht mit dem Glühbirnenverbot hätte warten können, bis die Erzeugung und der Verkauf der LED - Leuchtmittel in trockenen Tüchern ist. Anders gesagt, beschleicht einen doch das unbestimmte und sehr negative Gefühl, dass die Regierung aufgrund des Druckes der Leuchtmittelhersteller, die Glühbirne frühzeitig verboten hat, um den Herstellern der Energiesparlampe wenigstens für einen bestimmten Zeitraum fette Gewinne zu ermöglichen.
Das heißt also, dass der Verkauf von Energiesparlampen durch das Glühbirnenverbot forciert wurde (Alternativen wie die LED waren dem Verbraucher zu teuer, das Licht noch nicht alltagsfähig), um nun durch ein Sparlampenverbot wiederum den Herstellern erneut Gewinnmöglichkeiten zu eröffnen.
Denn wenn man sich vergegenwärtigt, dass die LED im Gegensatz fast nur Vorteile gegenüber der Glühbirne hat (Energieeffiziens, Laufzeit, Herstellung, Entsorgung, Preisleistungsverhältnis), dann hätten die Haushalte spätestens jetzt ihre Glühbirnen durch LEDs ersetzt, ein Glühbirnenverbot wäre überhaupt nicht nötig gewesen, die Herstellung und Verbreitung der "giftigen" Energiesparlampe in Millionen von Haushalten und deren Entsorgung hätte überhaupt nicht stattfinden müssen.
Es ist doch unglaublich, dass jede Hausfrau den heutigen Regierungen europaweit hätte vorrechnen können, was nun an Problempotenzial ansteht.
Da fühlt sich doch der EU-Bürger mit Recht veräppelt, übervorteilt und nicht ernst genommen, wenn man ihm ein Verbot vor den Latz knallt, dass im Grunde nur dem Gewinn der Herstellerfirmen zuträglich war, während man sich problematische Leuchtstoffmittel ins Haus kaufen musste. So gesehen spricht man also den Regierungen nicht Unwissen in der Materie ab (was ja schon schlimm genug wäre bei der Expertenschwemme), sondern man erkennt, dass es sich um korrupte Strategien und Strukturen handeln muss.
Die Regierungen zeigen wieder deutlich, dass sie sich bei ihren Entscheidungen zur Gesetzgebung nicht um das Wohl, vor allem um die Gesundheit des Volkes sorgen, sondern es wieder einmal die Industrie war, die Kraft Gesetz in die Möglichkeit größtmöglicher und fragwürdiger Gewinne gekommen ist.
Nun ist der Bürger fähig Verbindungen abzuleiten und daraus Schlüsse zu ziehen, so darf es die Regierungen nicht wundern, dass sie langsam aber sicher immer mehr hinterfragt werden (Atomenergie, Lebensmittelindustrie, Gesundheitswesen, Waffenindustrie etc.) und somit der Zweifel und Argwohn wächst, was zur Folge haben kann, dass unvermeintlich aus einer lahmen Politikverdrossenheit schlussendlich Kritik und bürgerlicher Ungehormsam erwächst.
Ein Energiesparlampenverbot würde zumindest den einen oder anderen Bürger wachrütteln, man darf gespannt sein, wie sich die Politik zukünftig entscheiden wird.
Wir laden Sie ein sich an der Diskussion über die Thematik "Glühbirnenverbot und weiteres Vorgehen der Regierungen" zu beteiligen. Falls Sie Interesse haben, finden Sie hier die Diskussion